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Stormspotting Bericht vom 30.03.10

 

Stormspotting Bericht vom 30.03.2010

Fotos und Videos wurden von den Mitgliedern des Stormspotter Teams gemacht und unterliegen dem Copyright von www.stormspotter.de
Die Wetterradarfotos unterliegen dem Copyright der dazu gelinkten Webseiten.

Die Wetterdaten von meiner kleinen Wetterstation können in einigen Punkten von den anderen Wetterstationen aus der Gegend abweichen!

 

Der Bericht:

Noch nie hat, seit bestehen von Stormspotter, die Gewittersaison so früh begonnen. Schon seit Freitag den 26.03. war das erste Gewitter über Braunschweig hinweg gezogen. (Wir haben berichtet)
Am 30.03.2010 habe ich gegen Nachmittag das Niederschlagsradar beobachtet und bin, über einige sehr aktive Einzelzellengewitter im Süden von Deutschland gestolpert. Schon am Mittag hatten wir im Raum Braunschweig wieder optimale Bedingungen für Gewitter gehabt und mit bis zu 18°C wurde es wieder recht warm.





Gegen 18:20 Uhr begann sich in westlicher Himmelsrichtung eine Gewitterzelle zusammen zu brauen. Diese war mir jedoch erst anhand einer Andeutung von Christian aus Wolfenbüttel (einem Chaser), aufgefallen. Um so größer war die Enttäuschung, als diese eine gute Blitzrate aufwies und weiter nach Norden zog. Somit habe ich versucht das Team zusammen zu rufen. Schon eine Stunde vorher habe ich fast allen aus dem Team eine Nachricht zukommen lassen, dass es eventuell ein Gewitter gibt. Nachdem ich schlussendlich auch Martin aus dem Schlaf holen konnte und wir uns kurz besprachen, bildeten sich auch schon direkt südwestlich und südlich von Braunschweig die nächsten stärkeren Gewitterzellen. Leicht verspätet haben Kevin und ich uns auf, zu den Windrädern zwischen Geitelde und Stiddien, gemacht. Da Martin, Benjamin abholen musste kam er etwa 30 Minuten später dazu.




Vor Ort bauten wir die Kameras auf und fingen sogleich an Fotos- und Videomaterial anzufertigen. Immer wieder blickten wir auf das Niederschlagsradar. Während die erste Zelle weiter nach Norden abzog und somit die Blitzrate nachließ, konzentrierten wir uns auf die kommenden Zellen aus Südwesten. Da die, mittlerweile schon vier, Gewitterzellen westlich von uns vorbei gezogen waren, haben wir sozusagen richtige Loungeplätze gehabt. Eine ganze Zeit lang, konnten wir das Spektakel von der trockenen- regenfreien Seite beobachten. Mit Ausnahme zweier Schauer die wir abbekommen hatten. Gegen 20:45 Uhr zogen, die mittlerweile vier, aneinander hängenden Gewitterzellen im Westen an uns Vorbei. Dazu bildete sich im Südosten von uns eine Einzelzelle, die nur wenige Blitze produziert hatte. Die größte Konzentration lag allerdings weiterhin bei der Zelle im Nordwesten, sowie Westen und Südwesten. Geprägt hat dieses Gewitter einige starke Naheinschläge, sowie Blitzeinschläge generell. Gerade in den letzten eineinhalb Stunden des Gewitterabends war die Blitzrate sehr stark geworden, sodass wir nicht mehr wussten, wo wir die Kameras überhaupt hin halten sollten. Da im Verlauf nun wieder eine Zelle im Südosten heranzog, verlagerten Martin und Benjamin ihren Beobachtungspunkt in den Norden von Geitelde auf den Berg. Kevin und ich dokumentierten in diesem Zeitraum weiter vom selben Punkt.



Über Funk konnten wir Beide, den anderen Mitteilen wie sich das Unwetter verhalten hat. Auf den Fotos meiner Kamera bildete sich langsam ein doppelter Shelfcloud ab. Ebenfalls konnten wir beide eine leichte Absenkung an der selben Zelle beobachten, allerdings keine Rotation oder ähnliches. Gegen 22:15 Uhr wies ich Martin an, doch lieber zurück zu unserem Standort zu kommen, da die Zelle im Osten nachgelassen hatte. Im weiteren Verlauf des Abends wird diese Zelle sich kurz vor Wolfsburg wieder aufbauen und ebenfalls eine nette Blitzrate liefern.
Wir für unseren Teil genossen die hohe Blitzrate, zumal so etwas sehr selten ist. Gegen 23:25 Uhr war der Spuk auch schon fast vorbei. Vereinzelt zuckte es im Süden, von einer kleinen Zelle her, aber das größte und aktivste war bereits weiter nach Norden gezogen. Wir beendeten unsere Dokumentation gegen 23:30 Uhr.



Fazit:
Für März war dieses Gewitter ein richtiger Jackpot. Gerade im Raum Braunschweig ist so ein Gewitter mit dieser Stärke sehr sehr selten zu beobachten. Für uns, war die Zugrichtung der Zellen, mehr als Optimal. So konnten wir in ruhe das Unwetter komplett dokumentieren. Mehr als zwei Stunden zuckte es über dem Himmel von Braunschweig, Salzgitter, Peine und Wolfsburg. (Andere Orte in der Zugrichtung natürlich auch) Wir fertigten rund 90 Minuten Videomaterial und 600 Fotos an. Davon präsentieren wir euch hier die Besten. Im Großen und Ganzen war es das blitzreichste-, wenn auch nicht allzu extrem fotogenste Gewitter, seitdem ich Gewitter überhaupt beobachte. Hohe Blitzraten, Shelfclouds und nur wenig Regen (Jedenfalls an unserem Standort), besser geht es nicht!

 








-=vielen Dank fürs Lesen=-

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. Januar 2011 um 10:32 Uhr